Vermeidung von Vererzungen

Wesentliche Maßnahmen zur Vermeidung von Vererzungen im Überblick:

  • Zur prophylaktischen Fehlervermeidung empfiehlt sich die prüftechnische Erfassung des Sinterverhaltens von Bentonit, Formgrundstoff und Formstoffgemischen. Das Sinterverhalten dieser Komponenten sollte in jedem Fall höchste Werte erreichen.
  • Formsande sollten keine Verunreinigungen aufweisen, die die Reaktion mit der Schlacke und die Bildung niedrigschmelzender Schlacken ermöglichen.
  • Temperaturbeständigkeit des Formstoffes durch Neusandzusatz (um Oolithisierung zu reduzieren) erhöhen, keine verunreinigten Sande ein- bzw. zusetzen.
  • Verwendung chemisch neutraler Formgrundstoffe, z.B. hat sich Chromitsand statt Quarzsand als vorteilhaft erwiesen.
  • Sorgfältiges Schlichten von Formen und Kernen, das Auftreten kleiner Risse in der Schlichteschicht ist zu vermeiden; evtl. Schlichteschichtdicke erhöhen.
  • Durch Zusatz von genügend glanzkohlenstoffbildenden Komponenten sollte die Bildung reaktiver Oxide und Schlacken verhindert werden.
  • Alle Maßnahmen, die die Penetration verhindern helfen, wirken sich auch zur Verhütung von Vererzungen positiv aus.