Produktanwendung

F:  Ist es möglich effiziente und moderne Speisersysteme aus dem Eisenbereich auch im Stahlguss zu verwenden?

A: Prinzipiell ist es durchaus möglich, die aus dem Eisenguss bekannten dynamischen Speisersysteme mit ihren vielen Vorteilen auch im Stahlguss zu verwenden.

Dabei gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten:

  1. Grundvoraussetzung für die Verwendung eines dynamischen Speisersystems wie dem Optima-CC oder Optima-KL ist die Fertigung auf einer Grünsand-Hochdruck-Formanlage. Auf diesen Formanlagen ist es möglich mit einem modernen Speisersystem die folgenden Vorteile zu generieren:
  • Verbesserung der Ausbringung durch Mini-Speiser-Technologie
  • Perfekte, krümelfreie Abformergebnisse mit bester Formverdichtung ohne Speiserschatten
  • Saubere und klar definierte Bruchkannte direkt am Gussteil
  • Kleinstmögliche Aufstellflächen (nur Speiserhalsdurchmesser)
  • Reduzierte Trenn- und Schleifkosten
  • Keine Verunreinigung des Formstoffsystems mit Fasermaterialien
  1. Im Vergleich zum Eisenguss ist die Gießtemperatur im Stahlguss in der Regel deutlich höher. Dies erfordert von der exothermen Speisermischung auch höhere Anforderungen an die Feuerfestigkeit. ASK Chemicals hat hierfür spezielle hochfeuerfeste Rezepturen im Cold-Box- als auch im Wasserglasverfahren entwickelt, welche diesen höheren Anforderungen gerecht werden.
  2. Weiterhin ist das Volumendefizit während der Erstarrung im Stahlguss deutlich größer als bei Eisengusslegierungen. Dank des modularen Prinzips der Optima Speiser ist es möglich auch diesem Umstand zu begegnen. So ist es möglich das Speiserinnenvolumen an die Anforderungen des Stahls anzupassen und dabei immer noch ca. 50% Gießmetall im Vergleich zu einer herkömmlichen Lösung einzusparen.
  3. Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Speisers sind auch immer die Folgeprozesskosten des Abtrennens und Verschleifens der Speiserreste. Durch die sauber definierten Brechkannten unseres patentierten Optima-Systems können so auch im Stahlguss Speiser einfach mit dem Hammer abgeschlagen werden. Auch hier kann durch die Modularität des Systems auch auf die unterschiedliche Erstarrungsmorphologie des Stahls reagiert werden und die Speiserhalsdurchmesser entsprechend vergrößert werden, sollte dies notwendig werden.

Aber auch wenn keine Hochdruckformanlage zur Verfügung steht ist es möglich mit ASK Speiserlösungen Ihre Speisungstechnik und die damit verbundenen Folgekosten zu optimieren und klare wirtschaftliche und qualitative Vorteile zu generieren.

Sprechen Sie uns an. Wir beraten sie gern.